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Einfahrt pflastern lassen in Marburg

Hofeinfahrt, Zufahrt und Stellplatz mit einem Unterbau, der das Auto trägt, und mit Fugen, durch die der Regen versickern kann. Geplant vom Landschaftsarchitekten, gepflastert vom eigenen Team.

Eine Einfahrt wird jeden Tag mehrmals mit über einer Tonne Gewicht befahren, im Winter geräumt und gestreut, und sie liegt direkt vor dem Haus, wo jeder sie sieht. Wenn sie falsch gebaut ist, merkt man das nach wenigen Jahren: Spurrillen, abgesackte Ränder, Steine, die wackeln, und Pfützen vor dem Garagentor. Fast immer liegt die Ursache unter dem Pflaster.

Wir pflastern Hofeinfahrten, Zufahrten, Stellplätze und Hofflächen aus Betonstein und Naturstein, auf Wunsch so, dass das Regenwasser in der Fläche versickert. Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH), unser eigenes Team baut, seit 2004. Die Einfahrt planen wir mit Vorgarten, Hauszugang und Wasserablauf zusammen, damit sie zum Haus passt und nicht nur zum Auto.

Was ist beim Pflastern einer Einfahrt anders als bei einer Terrasse?

Eine Einfahrt trägt Autos, eine Terrasse Gartenmöbel. Deshalb braucht die Einfahrt einen deutlich stärkeren, gut verdichteten Unterbau aus Schotter, dickere Pflastersteine, einen Verband, der sich unter den Reifen nicht verschiebt, und feste Randeinfassungen auf Beton. Dazu kommt ein Gefälle, das Wasser vom Haus und von der Garage wegführt.

Beim Pflaster gilt: Was man sieht, ist der kleinste Teil der Arbeit. Unter einer Einfahrt liegen, von oben nach unten, die Steine, das Bettungsmaterial aus Splitt, eine Tragschicht aus Schotter und darunter der verdichtete Boden. Wie stark die Tragschicht sein muss, hängt vom Boden und von der Last ab. Ein lehmiger Boden, wie er rund um Marburg häufig vorkommt, trägt schlechter und hält Wasser länger fest als ein kiesiger. Dann muss tiefer ausgekoffert werden.

Drei Punkte entscheiden, ob eine Einfahrt hält:

  1. Der Unterbau. Schotter in ausreichender Stärke, lagenweise verdichtet. Wird hier gespart, entstehen Spurrillen.
  2. Die Randeinfassung. Bordsteine oder Einfassungssteine in Beton halten die Fläche zusammen. Ohne sie wandern die Steine beim Rangieren nach außen.
  3. Der Verband. Steine im Fischgrätverband oder quer zur Fahrtrichtung verlegt verzahnen sich besser als Reihen in Fahrtrichtung, besonders dort, wo gelenkt und gebremst wird.

Welches Pflaster eignet sich für die Einfahrt?

Für Einfahrten verwenden wir Betonsteinpflaster, Natursteinpflaster aus Granit oder Basalt und versickerungsfähige Systeme. Großformatige Platten, wie man sie von Terrassen kennt, sind für Einfahrten meist ungeeignet, weil sie unter der Last eher brechen oder kippeln.

Beläge für Einfahrt und Stellplatz (Überblick)
BelagWirkungWasserZu beachten
Betonsteinpflaster mit engen Fugengleichmäßig, viele Formate und Farbenläuft größtenteils abGefälle und Rinne nötig
Betonpflaster mit Splitt- oder Rasenfugengleichmäßig, mit grünen oder hellen Fugenversickert teilweiseFugen gelegentlich nachfüllen
Porenpflaster, Drainsteinegleichmäßigversickert durch den SteinPoren können mit der Zeit zusetzen
Rasengittersteinegrün, eher für Stellplätzeversickert gutweniger bequem zu begehen
Natursteinpflaster (Granit, Basalt)passt zu alten Höfen und Hofmauernmit offenen Fugen gutunebener, sehr haltbar
Schotterrasenländlich, fast unsichtbarversickert gutfür selten befahrene Stellplätze

Quelle: Praxis Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute

Unser Rat für die meisten Häuser: Die Fahrspuren fest, der Rest der Fläche offen. Ein Stellplatz, auf dem das Auto nur steht, muss nicht dicht verfugt sein. Eine Zufahrt, auf der gewendet wird, braucht dagegen eine Oberfläche, die das Lenken unter Last aushält.

Versickerungsfähig pflastern: Regen bleibt auf dem Grundstück

Bei einer versickerungsfähigen Einfahrt läuft der Regen durch breite Fugen, porige Steine oder Rasengitter in den Boden, statt über die Rinne in den Kanal. Das entlastet den Kanal bei Starkregen, hält Wasser im Garten und kann in Marburg die Niederschlagswassergebühr senken. Der Unterbau muss dafür selbst wasserdurchlässig sein.

Eine dicht gepflasterte Einfahrt verhält sich bei Starkregen wie ein Dach: Das Wasser läuft in Sekunden ab, oft in Richtung Garage, Haus oder Straße. Mit offenen Fugen oder Drainsteinen bleibt ein großer Teil im Boden. Wo das nicht reicht, führen wir das Wasser vom Rand der Einfahrt in ein Beet oder eine Mulde, siehe Sickermulde im Garten anlegen.

In Marburg richtet sich die Niederschlagswassergebühr danach, wie dicht eine an den Kanal angeschlossene Fläche ist. Pflaster mit Fugenverguss zählt nach der Abwassersatzung voll, Splitt- und Rasenfugenpflaster zur Hälfte, Porenpflaster, Drainsteine und Rasengittersteine mit dem Faktor 0,3. Eine Fläche, die nicht an den Kanal angeschlossen ist, zählt gar nicht. Die Tabelle mit den Beträgen steht auf der Seite Terrassen und Pflaster. Wie Pflaster, Mulde und Zisterne zusammenspielen, zeigt die Seite Regenwasser im Garten.

Aber: Versickern funktioniert nur, wenn der Boden das Wasser aufnehmen kann. Auf dichtem Lehm braucht es einen durchlässigen Unterbau und manchmal zusätzlich eine Rigole oder Mulde am Rand. Das prüfen wir beim Ortstermin.

Braucht man für eine Einfahrt oder einen Stellplatz eine Genehmigung?

In Hessen sind Stellplätze für Autos bis 50 qm Grundfläche einschließlich Zufahrten bis 200 qm baugenehmigungsfrei. Das deckt die Einfahrt eines Einfamilienhauses in aller Regel ab. Bebauungsplan und Satzungen der Gemeinde gelten trotzdem. Muss für eine neue Zufahrt der Bordstein abgesenkt werden, ist dafür die Stadt oder Gemeinde zuständig.

Die Grundlage ist die Anlage zu § 63 der Hessischen Bauordnung, Abschnitt I Nr. 12.3. Bis zu drei Stellplätze dürfen nach § 6 Abs. 10 HBO ohne Abstandsfläche an der Grundstücksgrenze liegen. Wie bei allen freigestellten Vorhaben gilt nach § 62 Abs. 2 HBO: Die übrigen Vorschriften müssen trotzdem eingehalten werden. Manche Bebauungspläne schreiben zum Beispiel wasserdurchlässige Beläge für Stellplätze vor oder begrenzen, wie viel vom Vorgarten befestigt werden darf. Wohin das Regenwasser von der Fläche laufen darf, regelt die Satzung Ihrer Gemeinde. Das klären wir, bevor gebaut wird.

Einfahrt und Vorgarten zusammen planen

Bei vielen Häusern ist die Einfahrt die größte befestigte Fläche auf dem Grundstück, und sie liegt im Vorgarten. Wer dort nur pflastert, bekommt einen Parkplatz vor dem Haus. Mit einem Pflanzstreifen zwischen den Fahrspuren, einem Beet am Rand, das das Wasser der Einfahrt aufnimmt, oder einem Baum, der im Sommer das Auto beschattet, wird daraus ein Vorgarten mit Zufahrt. Wie wir Vorgärten planen, steht unter Vorgarten gestalten.

Auch der Weg zur Haustür gehört dazu: Er sollte nicht über die Fahrspur führen, trocken und bei Dunkelheit gut zu begehen sein. Wenn dort Licht hin soll, kommen die Leerrohre vor dem Pflastern in den Boden. Die Elektrik übernimmt ein Partnerbetrieb unter unserer Bauleitung.

Alte Einfahrt erneuern

Wenn eine alte Einfahrt Spurrillen hat oder abgesackt ist, reicht es selten, die Steine neu zu verlegen. Meist trägt der Unterbau nicht mehr, oder es gab nie einen richtigen. Dann wird die Fläche aufgenommen, der Unterbau erneuert und das Pflaster neu verlegt. Gut erhaltene Steine, vor allem Naturstein, lassen sich oft wiederverwenden. Für größere Bodenarbeiten und den Abtransport arbeiten wir mit Maschinen, siehe Erdarbeiten.

Wenn ohnehin neu gebaut wird, lohnt sich die Frage, ob die Fläche so groß bleiben muss. Ein Stellplatz weniger ist ein Beet mehr.

So gehen wir vor

  1. Ortstermin. Wir schauen uns Fläche, Boden, Gefälle, Anschluss an Garage, Haus und Straße und den Wasserablauf an. Der Einstieg ist die Gartenberatung vor Ort.
  2. Planung. Größe, Belag, Verband, Einfassung, Gefälle und Entwässerung legen wir fest, auf Wunsch zusammen mit dem Vorgarten. Muster der Steine sehen Sie vorher. Für größere Vorhaben gibt es einen Plan, siehe Gartenplanung.
  3. Bau. Aushub, Unterbau, Einfassung, Verlegen und Verfugen erledigt unser Team. Was wir nicht selbst ausführen, etwa Elektrik für die Beleuchtung, übernehmen Partnerbetriebe unter unserer Bauleitung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, eine Einfahrt zu pflastern?

Das hängt von Größe, Boden und Zugang ab. Für die meisten Einfahrten von Einfamilienhäusern rechnen wir eher in Tagen als in Wochen. Die genaue Dauer steht im Angebot. In dieser Zeit kann die Einfahrt nicht befahren werden.

Kann man über eine versickerungsfähige Einfahrt mit dem Auto fahren?

Ja. Splittfugen- und Rasenfugenpflaster, Porenpflaster und Rasengitter sind für Autos gemacht, wenn der Unterbau stimmt. Für häufiges Rangieren auf engem Raum sind feste Fahrspuren besser.

Was ist mit Unkraut in den Fugen?

In offenen Fugen wächst mit der Zeit etwas. Fugen aus Splitt werden schlecht durchwurzelt, regelmäßiges Kehren hilft. Wer Grün mag, nimmt gleich Rasenfugen.

Wenn Sie eine Einfahrt, einen Stellplatz oder eine Hoffläche pflastern lassen möchten, schildern Sie uns Ihr Vorhaben.

Planung in Mittelhessen

Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.