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Rasen anlegen und Rollrasen in Marburg

Rasen säen oder Rollrasen verlegen, mit gründlicher Bodenvorbereitung: Wir legen Rasen dort an, wo er gebraucht wird, und raten zur Blumenwiese, wo er nur gemäht wird.

Rasen ist die Fläche, auf der Kinder spielen, auf der man im Sommer barfuß läuft und von der aus man den Garten anschaut. Dafür ist er gut. Weniger gut ist er dort, wo nie jemand hinkommt: Dann wird er nur gemäht, gedüngt und im August gegossen, damit er nicht gelb wird. Wir legen Rasen an, wo er genutzt wird, und schlagen für den Rest oft eine Blumenwiese vor.

Ob gesät oder als Rollrasen: Ein Rasen ist so gut wie der Boden darunter. Darauf verwenden wir die meiste Zeit. Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH), unser eigenes Team bereitet den Boden vor und legt den Rasen an.

Rasen säen oder Rollrasen verlegen?

Rollrasen ist sofort grün und nach zwei bis drei Wochen belastbar, kostet aber ein Mehrfaches einer Ansaat und muss am Tag der Lieferung verlegt werden. Eine Ansaat ist günstiger und wurzelt oft tiefer, braucht aber einige Wochen, bis sie geschlossen ist, und die richtige Jahreszeit. In beiden Fällen entscheidet die Bodenvorbereitung über das Ergebnis.
Rasen säen und Rollrasen im Vergleich
Rasen säenRollrasen
Kostenniedrigdeutlich höher, Material plus Lieferung
Bis die Fläche grün istmehrere Wochensofort
Belastbar nachetwa 2–3 Monatenetwa 2–3 Wochen
Beste ZeitApril bis Mai, Ende August bis Septemberganzjährig, außer bei Frost und großer Hitze
Gießenbis die Saat geschlossen ist, feucht haltenin den ersten zwei Wochen täglich durchdringend
Am HangSaat kann bei Starkregen abgeschwemmt werdengut geeignet, bei Bedarf mit Rasennägeln fixiert
Unkrautin den ersten Wochen möglichvon Anfang an kaum

Quelle: Praxis Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute

Rollrasen lohnt sich besonders, wenn die Fläche schnell genutzt werden soll, am Hang, und wenn Kinder oder Hunde nicht wochenlang vom Rasen ferngehalten werden können. Für große Flächen und naturnahe Gärten säen wir meist.

Bodenvorbereitung: der Teil, den man später nicht mehr sieht

Nach dem Hausbau ist der Boden oft so verdichtet, dass Wasser stehen bleibt und Wurzeln nicht in die Tiefe kommen. Der Rasen wird dann flach, lückig und im Sommer als Erstes braun. Deshalb gehen wir so vor:

  1. Altrasen und Wurzelunkräuter entfernen, bei Bedarf mit der Rasenschälmaschine.
  2. Boden lockern, bei starker Verdichtung tief. Staunässe lösen wir mit einer Drainage oder einer Mulde, siehe Erdarbeiten.
  3. Boden verbessern. Schwere Lehmböden bekommen Sand, magere Böden Kompost oder Mutterboden.
  4. Feinplanum. Die Fläche wird eben gezogen, mit leichtem Gefälle vom Haus weg, und gewalzt.
  5. Säen oder verlegen, danach gründlich wässern.

Die Kanten planen wir gleich mit: Eine Einfassung aus Naturstein oder Metall zwischen Rasen und Beet spart jedes Jahr Stunden beim Abstechen. Wer einen Mähroboter nutzen möchte, sagt es uns vorher, dann planen wir Flächen ohne enge Ecken.

Rasen oder Wiese?

Wo Rasen nicht betreten wird, ist eine Blumenwiese die bessere Wahl: Sie wird nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht, braucht keinen Dünger und kein Gießwasser und bietet Insekten Nahrung. Rasen behalten wir dort, wo gespielt, gelaufen und gelegen wird. In vielen Gärten führt ein gemähter Weg durch die Wiese, so sieht sie gewollt aus.

Mal angenommen, Sie haben eine Rasenfläche von mehr als 100 qm. Ein Großteil davon wird nie betreten. Eine Fläche zum Federball- oder Fußballspielen sollte man behalten. Der Rest ließe sich gut zur Blumenwiese umgestalten. Wie wir dabei vorgehen, mit drei Möglichkeiten vom kompletten Bodenaustausch bis zur Aussaat auf kleinen Inseln, steht auf der Seite Naturgarten.

Ein Rasen, der im Sommer gelb wird, ist übrigens nicht tot. Gräser ziehen sich bei Trockenheit zurück und treiben nach dem ersten Regen wieder aus. Wer das akzeptiert, spart viel Trinkwasser. Wer im Sommer trotzdem wässern will, nimmt Regenwasser aus der Zisterne.

Schatten, Hang, Hunde: Was wir vorher prüfen

  • Schatten. Unter Bäumen und an der Nordseite des Hauses bleibt auch Schattenrasen dünn. Dort pflanzen wir lieber Bodendecker, siehe Pflanzungen.
  • Hang. Auf steilen Böschungen ist Rasen mühsam zu mähen. Ab einer gewissen Neigung sind Sträucher und Bodendecker die bessere Lösung.
  • Nutzung. Für Spielrasen nehmen wir strapazierfähige Mischungen, für Zierflächen feinere.
  • Wasser. Wo das Wasser nach Regen stehen bleibt, muss erst der Boden in Ordnung gebracht werden.

Häufige Fragen

Wann kann man auf neuem Rasen laufen?

Rollrasen nach etwa zwei bis drei Wochen, wenn er angewurzelt ist. Eine Ansaat erst, wenn sie dicht ist und zwei-, dreimal gemäht wurde, das sind meist einige Wochen bis wenige Monate.

Kann man über den alten Rasen einfach neu säen?

Bei einem lückigen, aber sonst gesunden Rasen genügt oft eine Nachsaat nach dem Vertikutieren. Ist der Boden verdichtet, vermoost oder voller Unkraut, lohnt sich die Neuanlage mit Bodenvorbereitung.

Übernehmen Sie das Mähen?

Ja, im Rahmen der Gartenpflege, vor allem in den ersten Wochen, bis der neue Rasen eingewachsen ist.

Wenn Sie Rasen neu anlegen oder Rollrasen verlegen lassen möchten, schildern Sie uns Ihr Vorhaben.

Planung in Mittelhessen

Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.