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Erdarbeiten und Geländemodellierung

Bevor etwas gebaut oder gepflanzt wird, muss das Gelände stimmen: Höhen, Gefälle, Boden. Kleinere Erdarbeiten macht unser Team, große Massen ein Partnerbetrieb, geplant wird alles von uns.

Erdarbeiten sieht man am fertigen Garten nicht. Man merkt sie nur, wenn sie falsch gemacht wurden: Wasser läuft zur Hauswand statt in den Garten, der Rasen steht nach jedem Regen unter Wasser, die Terrasse liegt eine Stufe zu tief, und am Hang rutscht die Böschung nach dem ersten Starkregen nach unten. Deshalb beginnt bei uns jedes größere Gartenprojekt mit dem Gelände: Höhen, Gefälle und Boden.

Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH) die Höhen und Ebenen, unser eigenes Team führt die Erdarbeiten in Gartengröße aus. Große Erdmassen, etwa beim Neubau oder bei umfangreichen Abgrabungen, bewegt ein Partnerbetrieb mit größeren Maschinen, nach unserem Plan und unter unserer Bauleitung.

Welche Erdarbeiten fallen im Garten an?

Typische Erdarbeiten im Garten sind Boden abtragen und auffüllen, Ebenen und Böschungen herstellen, Mutterboden einbauen, verdichteten Boden lockern, Fundamente und Gräben für Mauern, Leitungen und Drainagen ausheben sowie Aushub entsorgen. Sie werden vor allen anderen Arbeiten erledigt, solange Maschinen noch an jede Stelle kommen.
Erdarbeiten im Garten (Überblick)
ArbeitWofürZu beachten
Abtragen, Auffüllen, PlanierenEbenen für Terrasse, Rasen, BeeteHöhen nach Plan, Gefälle weg vom Haus
GeländemodellierungBöschungen, Mulden, sanfte Übergänge am HangErosion vermeiden, schnell bepflanzen
Mutterboden einbauenPflanz- und Rasenflächengetrennt lagern, nicht mit Unterboden mischen
Boden lockern und verbessernverdichteter Boden nach dem Hausbautief lockern, Sand oder Kompost einarbeiten
Gräben und FundamenteMauern, Treppen, Leitungen, Leerrohrefrostfreie Gründung, Leitungsplan prüfen
Drainage, Rinnen, MuldenStaunässe, Wasser von Dach und FlächenWasser muss wohin dürfen
Aushub entsorgenÜberschuss aus Baugrube und Abtragsortenrein, so viel wie möglich vor Ort wiederverwenden

Quelle: Praxis Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute

Gelände in einem Zug profilieren

Am Hang gilt besonders: Das Gelände sollte in einem Zug profiliert werden. Spätere Eingriffe sind teuer und wegen der schlechten Zugänglichkeit oft gar nicht mehr möglich. Wenn die Mauer einmal steht und die Terrasse gepflastert ist, kommt kein Bagger mehr an die untere Ebene. Deshalb legen wir zuerst die Höhen aller Ebenen, Treppen und Mauern fest und bewegen die Erde dann einmal, nicht dreimal. Mehr dazu unter Hanggarten und Mauerbau.

Wo es möglich ist, gleichen wir Abtrag und Auftrag auf dem Grundstück aus: Die Erde, die oben abgetragen wird, füllt unten eine Ebene auf. Das spart Transporte und Entsorgungskosten und schont die Umwelt.

Aufschüttung und Abgrabung: Wann braucht es eine Genehmigung?

Nach der Hessischen Bauordnung sind Aufschüttungen und Abgrabungen bis 2 m Höhe und bis 30 qm Fläche genehmigungsfrei. Darüber braucht es einen Bauantrag. Auch genehmigungsfreie Erdarbeiten müssen Bebauungsplan, Abstände und Nachbarrecht einhalten. Wenn ein Bauantrag nötig ist, erstellen wir ihn mit Plänen und Berechnungen selbst.

Die Einzelheiten stehen auf der Seite Bauantrag für Stützmauer und Aufschüttung und im Ratgeber Stützmauer: Genehmigung in Hessen.

Boden, der Wasser aufnimmt

Ein Garten auf verdichtetem Boden ist ein Garten mit Pfützen. Nach dem Hausbau ist der Boden oft so fest gefahren, dass Regen nicht mehr versickert, sondern oberflächlich abläuft, im schlimmsten Fall zum Haus. Wir lockern den Boden tief, bevor Mutterboden aufgetragen wird, und planen das Gefälle so, dass Wasser in Beete, Mulden oder eine Versickerung läuft und nicht in den Keller.

Wo der Boden das Wasser nicht schafft, etwa auf schwerem Lehm in Marburg, helfen Drainagen, Rinnen und Sickermulden. Wie wir Regenwasser auf dem Grundstück halten, statt es in den Kanal zu leiten, steht unter Regenwasser im Garten.

Mutterboden: wertvoll, auch wenn er nach Dreck aussieht

Mutterboden ist die oberste, belebte Bodenschicht. Er braucht Jahrzehnte, um zu entstehen, und ist für Pflanzungen und Rasen nicht zu ersetzen. Beim Bau wird er zuerst abgeschoben, getrennt gelagert und nicht befahren und zum Schluss wieder aufgetragen. Wer ihn beim Hausbau mit dem Aushub abfahren lässt, kauft ihn später teuer zurück. Für Rasenflächen bereiten wir den Boden besonders sorgfältig vor, siehe Rasen anlegen.

So gehen wir vor

  1. Ortstermin und Aufmaß. Wir messen Höhen, prüfen Boden, Zufahrt und Wasserlauf. Der Einstieg ist die Gartenberatung vor Ort.
  2. Höhenplan. Alle Ebenen, Gefälle und Mengen werden festgelegt, bei Bedarf mit Bauantrag.
  3. Ausführung. Unser Team mit Maschinen in Gartengröße, bei großen Massen der Partnerbetrieb. Leitungen werden vorher geortet.
  4. Übergabe an den Weiterbau. Danach folgen Mauern, Flächen und Pflanzung, meist direkt durch uns.

Häufige Fragen

Kommen Ihre Maschinen in meinen Garten?

In die meisten Gärten ja. Für enge Zufahrten gibt es schmale Minibagger und Raupendumper. Wo gar keine Maschine hinkommt, wird von Hand gearbeitet. Das klären wir beim Ortstermin.

Was kostet es, Erde zu entsorgen?

Das hängt von Menge und Bodenart ab. Am günstigsten ist Erde, die gar nicht abgefahren werden muss, weil sie auf dem Grundstück wieder eingebaut wird.

Machen Sie auch nur die Erdarbeiten?

Am häufigsten machen wir Erdarbeiten als ersten Schritt eines Gartenprojekts. Sprechen Sie uns auch bei reinen Erdarbeiten an.

Wenn bei Ihnen Erdarbeiten oder eine Geländemodellierung anstehen, schildern Sie uns Ihr Vorhaben.

Planung in Mittelhessen

Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.