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Heckenschnitt, Baumschnitt und Baumpflege in Marburg

Hecken in Form, Obstbäume im richtigen Schnitt, Hausbäume gesund: Wir schneiden zur richtigen Zeit und halten uns an die Schonzeit für brütende Vögel.

Eine Hecke, die drei Jahre nicht geschnitten wurde, ist oben breit und unten kahl. Ein Obstbaum, den niemand schneidet, trägt jedes zweite Jahr zu viel und dazwischen fast nichts, die Äste brechen unter der Last. Und ein großer Hausbaum, an dem jahrelang nur Äste abgesägt wurden, die gerade störten, hat irgendwann Wunden, die nicht mehr verheilen.

Gehölze brauchen den richtigen Schnitt zur richtigen Zeit. Wir schneiden Formhecken, Wildstrauchhecken, Ziersträucher, Obstbäume und Hausbäume in Marburg und im Umkreis von etwa 50 km. Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH), unser Team schneidet. Fällungen, Arbeiten in großen Kronen und das Fräsen von Wurzelstöcken übernehmen Partnerbetriebe, geplant und koordiniert von uns.

Wann darf man Hecken schneiden?

Vom 1. März bis 30. September verbietet das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 5), Hecken, lebende Zäune und Gebüsche radikal zurückzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch in dieser Zeit erlaubt. Starke Rückschnitte gehören deshalb in die Monate Oktober bis Februar. Vor jedem Schnitt schauen wir nach Nestern.

Der übliche Formschnitt fällt zweimal im Jahr an: Der erste nach dem Austrieb im Frühsommer, wenn die Vögel ihre erste Brut hinter sich haben, meist ab Ende Juni. Der zweite im Spätsommer oder frühen Herbst. Wer nur einmal schneiden will, schneidet im Spätsommer, dann bleibt die Hecke über den Winter ordentlich.

Aber: Auch beim erlaubten Formschnitt im Sommer gilt der Artenschutz. Ist ein Nest besetzt, bleibt dieser Teil der Hecke stehen, bis die Jungen ausgeflogen sind. Auch das steht im Bundesnaturschutzgesetz (§ 44).

Schnittzeiten im Überblick
ArbeitZeitraumHinweis
Formschnitt an HeckenEnde Juni und August/Septemberschonend, vorher auf Nester prüfen
Starker Rückschnitt, auf den Stock setzenOktober bis Februarim Sommer verboten
Wildstrauchhecke auslichtenOktober bis Februaralle paar Jahre einzelne alte Triebe bodennah heraus
Obstbaum, WinterschnittJanuar bis März, frostfreiregt den Wuchs an
Obstbaum, Sommerschnittnach der Ernte bis Augustbremst den Wuchs
Rodung einer alten HeckeOktober bis FebruarWurzelstöcke mit Partnerbetrieb

Quelle: BNatSchG § 39 Abs. 5; Praxis Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute

Wie schneidet man eine Hecke richtig?

Eine Formhecke wird unten breiter geschnitten als oben, im Querschnitt also leicht trapezförmig. So bekommen auch die unteren Zweige Licht, und die Hecke verkahlt nicht von unten. Wer senkrecht oder oben breiter schneidet, hat nach ein paar Jahren eine Hecke, durch die man unten durchschauen kann.

Hainbuche, Feldahorn und Liguster vertragen den Schnitt gut und treiben auch aus älterem Holz wieder aus. Eibe ebenso, nur langsamer. Bei Thuja und Scheinzypresse ist Vorsicht geboten: Schneidet man bis ins braune Holz, bleibt die Stelle kahl. Eine verkahlte Thuja-Hecke lässt sich deshalb kaum noch retten. Oft ist es dann besser, sie zu roden und eine neue Hecke zu pflanzen, siehe Bäume und Hecken pflanzen.

Wildstrauchhecken schneiden wir nicht in Form. Sie werden alle paar Jahre ausgelichtet: Einzelne alte Triebe kommen bodennah heraus, die jungen bleiben stehen. So blüht und fruchtet die Hecke weiter, und Vögel finden Deckung.

Zu hohe Hecken setzen wir in Stufen herunter, nicht in einem Jahr um zwei Meter. Ein starker Rückschnitt ist nur von Oktober bis Februar zulässig, und die meisten Laubgehölze nehmen ihn dann auch gut an.

Obstbaumschnitt: Wann und wie?

Obstbäume werden im Winter geschnitten, wenn sie stärker wachsen sollen, und im Sommer nach der Ernte, wenn der Wuchs gebremst werden soll. Junge Bäume bekommen in den ersten Jahren einen Erziehungsschnitt, der die Krone aufbaut. Ältere Bäume brauchen einen Erhaltungsschnitt, damit Licht in die Krone kommt und die Äste nicht unter dem Fruchtbehang brechen.

Beim Winterschnitt gilt: Je stärker man schneidet, desto stärker treibt der Baum aus. Ein Baum, der jedes Jahr kräftig zurückgeschnitten wird, antwortet mit einem Wald aus senkrechten Trieben, den Wasserschossern. Deshalb nehmen wir lieber ganze Äste an der richtigen Stelle heraus, als überall ein Stück abzuschneiden.

Ein alter, lange nicht geschnittener Obstbaum wird nicht in einem Winter in Form gebracht. Wir verteilen den Schnitt auf zwei bis drei Jahre, sonst reagiert der Baum mit noch mehr Austrieb. Wie ein junger Baum auf der Wiese aufgebaut wird, steht auf der Seite Obstgarten und Streuobstwiese.

Baumpflege an Hausbäumen

Ein Hausbaum braucht selten viel Schnitt, aber den richtigen. Totholz in der Krone, Äste, die aufs Dach wachsen, ein Ast, der über dem Weg zu tief hängt: Das schneiden wir sauber am Astring, damit die Wunde überwallen kann. Große Schnittflächen am Stamm vermeiden wir, weil sie bei vielen Baumarten nicht mehr verheilen und das Holz von dort aus fault.

Kappen, also die ganze Krone auf Stummel einkürzen, machen wir nicht. Der Baum treibt danach dicht und senkrecht wieder aus, die neuen Äste sitzen schlecht und brechen später leichter. Wenn ein Baum für seinen Platz zu groß geworden ist, besprechen wir mit Ihnen, ob eine schrittweise Kronenpflege reicht oder ob ein anderer Baum an diese Stelle gehört.

Kronenpflege an großen Bäumen, die man nur mit Seilklettertechnik oder Hubsteiger erreicht, übernimmt ein Partnerbetrieb für Baumpflege. Wir planen, wann was geschnitten wird, und Sie haben einen Ansprechpartner.

Baum fällen und Wurzelstock entfernen

Fällungen erledigen wir mit Partnerbetrieben, ebenso das Fräsen von Wurzelstöcken. Vorher klären wir drei Dinge:

  1. Darf der Baum weg? Prüfen Sie, ob Ihre Gemeinde eine Baumschutzsatzung hat. Dann braucht eine Fällung je nach Baumart und Stammumfang eine Genehmigung. Wir helfen Ihnen bei der Frage, wo Sie nachfragen müssen.
  2. Wohnt jemand darin? Höhlen, Nester und Spalten können von Vögeln oder Fledermäusen bewohnt sein. Die stehen das ganze Jahr unter Schutz.
  3. Was kommt danach? Wo ein Baum fehlt, fehlt Schatten. Wir planen die Nachpflanzung gleich mit, mit einem Baum, der zu Platz und Klima passt.

So arbeiten wir

  1. Ortstermin. Wir schauen uns Hecke oder Baum an und sagen Ihnen, was geschnitten werden sollte, was warten kann und was nach dem Gesetz erst im Herbst geht.
  2. Angebot. Sie wissen vorher, welche Arbeiten wir selbst machen und welche ein Partnerbetrieb übernimmt.
  3. Schnitt. Unser Team schneidet mit Leiter, Heckenschere und Säge, das Schnittgut nehmen wir mit. Grünabfälle werden bei uns zu Bioenergie und neuer Gartenerde.
  4. Regelmäßig. Auf Wunsch kommen wir jedes Jahr wieder, als Teil der Gartenpflege.

Wenn Sie Ihren Garten insgesamt neu ordnen möchten und nicht nur schneiden lassen, ist die Gartenberatung vor Ort der bessere Einstieg. Für eine naturnahe Neupflanzung mit heimischen Sträuchern siehe Naturgarten.

Häufige Fragen

Wie oft muss eine Hecke geschnitten werden?

Formhecken aus Hainbuche, Liguster oder Feldahorn ein- bis zweimal im Jahr. Wildstrauchhecken nur alle paar Jahre, dann wird ausgelichtet statt in Form geschnitten.

Darf ich im Sommer meine Hecke schneiden?

Einen schonenden Formschnitt ja, einen radikalen Rückschnitt nicht. Und nur, wenn kein besetztes Nest darin ist.

Schneiden Sie auch Hecken in Gärten, die Sie nicht gebaut haben?

Sprechen Sie uns an. Ob wir den Auftrag übernehmen können, hängt vom Umfang und von unserer Auslastung ab.

Wenn eine Hecke oder ein Baum geschnitten werden soll, schildern Sie uns, was zu tun ist.

Planung in Mittelhessen

Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.