Pflanzungen und Staudenbeete in Marburg
Die Bepflanzung ist das, was einen Garten zum Garten macht. Ohne Grün kein Garten. Mauern, Wege und Terrasse geben den Rahmen, aber ob man sich im Garten gerne aufhält, entscheiden die Pflanzen: wie sie den Raum gliedern, wann sie blühen, wie sie im Winter aussehen. Für uns ist die Bepflanzung das Sahnehäubchen der gesamten Gartengestaltung, und darauf verwenden wir besonders viel Sorgfalt.
Wir planen und pflanzen Staudenbeete, Kiesbeete, Gehölzpflanzungen und Hangbepflanzungen. Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH), unser eigenes Team bereitet den Boden vor und pflanzt. Sie bekommen keinen Pflanzenkatalog, sondern einen Plan, der zu Ihrem Boden, Ihrer Sonne und Ihrer Zeit für Pflege passt.

Was bedeutet „Garten bepflanzen lassen“ bei uns?
Eine gute Pflanzung arbeitet mit Kontrasten. Ein Beispiel aus unseren Gärten: Fuchsschwanz neben Leberbalsam. Optisch wie haptisch könnte der Unterschied kaum größer sein, und gerade deshalb wirken beide. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Kombinationen, die einen Garten zu etwas Besonderem machen.
Der Pflanzplan
Ein Pflanzplan legt fest, welche Pflanze wo steht und wie viele davon. Er beginnt nicht bei den Lieblingsblumen, sondern beim Standort:
- Licht. Volle Sonne, Halbschatten oder Schatten unter Bäumen. Eine Staude am falschen Platz kümmert, egal wie gut man sie pflegt.
- Boden. Marburg hat vieles: schwere Lehmböden in der Lahnaue, steinige, schnell austrocknende Hänge, Sand. Wir prüfen den Boden und verbessern ihn, wo nötig.
- Wasser. Wie viel Sie gießen wollen. Wer im Sommer nicht jeden Abend mit dem Schlauch im Garten stehen möchte, braucht trockenheitsverträgliche Pflanzen.
- Pflege. Wie viel Zeit Sie im Jahr für das Beet haben. Danach richtet sich, ob wir dicht und bodendeckend pflanzen oder mit Kies abdecken.
- Jahreslauf. Eine Pflanzung soll nicht nur im Juni schön sein. Zwiebeln für das Frühjahr, Stauden für den Sommer, Gräser und Samenstände für den Winter.
Für größere Projekte ist der Bepflanzungsplan Teil der Gartenplanung. Für ein einzelnes Beet genügt oft die Gartenberatung vor Ort mit einer Pflanzliste.
Pflanzen, die mit Trockenheit zurechtkommen
| Pflanze | Blüte | Höhe | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Salvia nemorosa ´Mainacht´ – Steppen-Salbei | violett, 5–8 | 0,45 m | vorzügliche Sorte, Bienenweide |
| Nepeta faassenii – Katzenminze | violettblau, 5–8 | 0,30–0,40 m | Nachblüte nach Rückschnitt |
| Achillea filipendulina ´Parker´ – Schafgarbe | gelb, 7–9 | 1,20 m | lange haltbar, auch für die Vase |
| Knautia macedonica – Witwenblume | dunkelrot, 6–9 | 0,60–1,00 m | blüht bis in den Herbst |
| Sedum telephium – Fetthenne | altrosa, 9–10 | 0,30–0,50 m | Samenstände bleiben im Winter stehen |
| Stachys byzantina ´Silver Carpet´ – Wollziest | silbergrau | 0,20 m | Bodendecker, auch für Mauerfugen |
| Pennisetum alopecuroides ´Hameln´ – Lampenputzergras | braun, 7–9 | 0,50–0,60 m | ganzjährig attraktiv |
| Stipa tenuissima – Federgras | silbrig, 6–7 | 0,30–0,50 m | bewegt sich bei jedem Wind |
Quelle: Pflanzenliste Jens Maute, trockenheitsverträgliche Pflanzen
Diese Pflanzen haben sich in den trockenen Sommern der letzten Jahre in Mittelhessen bewährt. Wir kombinieren sie mit heimischen Wildstauden, damit auch Wildbienen und Schmetterlinge etwas davon haben.
Kiesbeet ist nicht Schottergarten
Ein Kiesbeet ist ein Staudenbeet, dessen Boden mit Kies abgedeckt ist. Der Kies hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und passt zu Pflanzen aus trockenen Gegenden. Zwischen den Steinen wächst und blüht es. Ein Schottergarten dagegen ist eine Steinfläche auf Vlies mit ein paar Kugelbuchsbäumen. Er heizt sich auf, bietet Insekten nichts und ist nach wenigen Jahren voller Unkraut im Vlies. Kiesbeete legen wir gerne an, Schottergärten bauen wir zurück, siehe Vorgarten gestalten.
Pflanzen am Hang und an Mauern
Am Hang halten Wurzeln den Boden, nicht Vlies und Kies. Wir pflanzen dort Bodendecker und Sträucher, die den Hang schnell schließen, und setzen Polsterstauden wie Wollziest oder Fetthenne in die Fugen von Trockenmauern. Wie Mauern und Pflanzung am Hang zusammenspielen, steht auf der Seite Hanggarten und Mauerbau.

So pflanzen wir
- Boden vorbereiten. Wurzelunkräuter entfernen, verdichteten Boden lockern, bei Bedarf Kompost oder Sand einarbeiten. Die Hälfte des Erfolgs liegt hier.
- Pflanzen auslegen. Nach Plan, mit Abstand für den Wuchs in drei Jahren, nicht für das Bild am ersten Tag.
- Pflanzen und angießen. Durchdringend, damit sich die Erde um die Wurzeln schließt.
- Abdecken. Mit Kies, Splitt oder organischem Mulch, je nach Pflanzung.
- Anwachspflege. In den ersten Wochen und im ersten Sommer braucht jede Pflanzung Wasser. Das übernehmen Sie oder wir, siehe Gartenpflege.
Die beste Pflanzzeit ist der Herbst: Der Boden ist noch warm, und bis zum Frühjahr haben die Pflanzen Wurzeln gebildet. Stauden im Topf lassen sich aber von Frühjahr bis Herbst pflanzen, solange es nicht friert oder sehr heiß ist.
Für heimische Wildstauden und Blumenwiesen siehe Naturgarten, für Bäume, Sträucher und Hecken siehe Bäume und Hecken pflanzen.
Häufige Fragen
Pflanzen Sie auch nur ein einzelnes Beet?
Ja. Ein Staudenbeet vor der Terrasse oder ein neu bepflanzter Hang ist oft der Anfang, und der Rest des Gartens folgt später.
Woher kommen die Pflanzen?
Aus Gärtnereien und Baumschulen, die wir seit Jahren kennen. Wir wählen Pflanzen selbst aus und bringen sie in Pflanzqualität auf die Baustelle.
Wie pflegeleicht kann ein Staudenbeet sein?
Ein gut geplantes, dicht gepflanztes Beet braucht nach dem Anwachsen einen Rückschnitt im Spätwinter und ein paarmal im Jahr Jäten. Dicht gepflanzt bleibt weniger Platz für Unkraut.
Wenn Sie Ihren Garten bepflanzen lassen möchten, schildern Sie uns Ihr Vorhaben.