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Hochbeet, Gemüse- und Kräutergarten in Marburg

Hochbeete aus Holz, Stein oder Cortenstahl, Gemüsebeete mit festen Wegen und Kräuterspiralen: Wir planen den Platz, bauen die Beete und füllen sie so, dass im ersten Jahr schon etwas wächst.

Ein Hochbeet ist der Teil des Gartens, an dem man am liebsten arbeitet: Man muss sich nicht bücken, die Schnecken haben einen weiten Weg, und im Frühjahr erwärmt sich die Erde schneller als im flachen Beet. Viele unserer Kunden wünschen sich eins, oft zusammen mit ein paar Gemüsebeeten und einem Platz für Kräuter nah an der Küche. Damit daraus kein Kasten wird, der nach zwei Jahren schief steht, braucht es den richtigen Ort, ein Material, das hält, und eine Füllung, die nicht nach einem Sommer zusammensackt.

Wir bauen Hochbeete, legen Gemüsegärten und Kräuterspiralen an, in Marburg und im Umkreis von etwa 50 km. Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH), unser eigenes Team baut, seit 2004.

Hochbeet bauen lassen: Worauf kommt es an?

Ein gutes Hochbeet steht in voller Sonne, ist so schmal, dass man von beiden Seiten bis zur Mitte greifen kann, und so hoch, dass man im Stehen oder Sitzen bequem arbeitet. Unten schützt ein Gitter vor Wühlmäusen. Gefüllt wird in Schichten von grob nach fein. Wir bauen Hochbeete aus Holz, Naturstein oder Cortenstahl und füllen sie gleich mit.

Die wichtigsten Entscheidungen fallen vor dem Bau:

  • Standort. Gemüse braucht Sonne, möglichst den ganzen Tag. Gleichzeitig soll das Beet nah am Haus und am Wasser sein. Wer für jeden Salatkopf durch den halben Garten laufen muss, erntet seltener.
  • Breite. Bei einem Beet, das von beiden Seiten erreichbar ist, rechnen wir mit etwa 1,20 m. Steht es an einer Wand, nur so breit, wie Ihr Arm reicht.
  • Höhe. Für die Arbeit im Stehen liegt die Oberkante meist um 80 bis 90 cm, für die Arbeit im Sitzen niedriger. Wir richten die Höhe nach Ihnen, nicht nach dem Bausatz.
  • Untergrund. Rund um das Hochbeet braucht es einen festen Weg, auf dem man auch nach Regen steht, ohne einzusinken, siehe Terrassen und Pflaster.
  • Wasser. Hochbeete trocknen schneller aus als Beete im Boden. Ein Wasseranschluss oder die Zisterne in der Nähe spart im Sommer viele Wege, siehe Regenwasser im Garten.

Welches Material für ein Hochbeet?

Holz, Stein oder Stahl: Alle drei funktionieren, sie unterscheiden sich vor allem in der Haltbarkeit und darin, wie sie im Garten aussehen.

Hochbeet aus Holz, Naturstein oder Cortenstahl
HolzNaturstein (Trockenmauer)Cortenstahl
Haltbarkeitbegrenzt, Holz verrottet mit der Zeitsehr langsehr lang
Aussehenwarm, wird mit den Jahren graufügt sich in Mauern und Wege einrostbraun, klare Linien
Formengerade, eckiggerade, rund, geschwungengerade, auch rund
Für TierewenigFugen für Wildbienen, Eidechsen, Polsterpflanzenwenig
Besonderheitinnen mit Folie gegen Feuchte schützenauch als Hangabfang oder Einfassungheizt sich in der Sonne stark auf

Quelle: Praxis Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute

Holz ist der Klassiker. Wir verwenden unbehandeltes, heimisches Holz wie Lärche oder Douglasie statt Tropenholz und schützen die Innenseite mit einer Folie, damit die nasse Erde nicht direkt am Holz liegt. Irgendwann ist auch gutes Holz durch, dann werden die Bretter getauscht.

Naturstein ist unser Lieblingsmaterial. Ein Hochbeet in einer Trockenmauer aus Sandstein, wie auf dem Foto, hält Jahrzehnte, fängt nebenbei einen Höhenunterschied ab und bietet in den Fugen Platz für Wollziest, Fetthenne und Wildbienen. Den Sandstein beziehen wir aus der Region, wir finden die Struktur und Farbe des Steins und seine Bearbeitbarkeit sehr ansprechend. Wie wir Trockenmauern bauen, steht auf der Seite Hanggarten und Mauerbau.

Cortenstahl bildet an der Oberfläche eine Rostschicht, die den Stahl darunter schützt. Er passt zu modernen Häusern und lässt sich in schmalen Wandstärken bauen, sodass innen mehr Platz für Erde bleibt. Aber: In voller Sonne wird das Blech heiß, und der Rost färbt anfangs auf helles Pflaster ab. Das planen wir mit ein.

Wie wird ein Hochbeet befüllt?

Ein Hochbeet wird in Schichten gefüllt, von grob unten nach fein oben. Ganz unten liegt ein engmaschiges Gitter gegen Wühlmäuse. Darauf kommen Äste und grober Strauchschnitt, dann umgedrehte Grassoden oder Laub, darüber halbreifer Kompost und oben eine Schicht guter Gartenerde, in die gesät und gepflanzt wird. Die unteren Schichten verrotten langsam, geben Nährstoffe ab und wärmen das Beet von innen.

Das hat eine Folge, die viele überrascht: Die Füllung sackt in den ersten Jahren ab. Jedes Frühjahr kommt deshalb etwas Kompost und Erde oben drauf. Wer sich das sparen möchte, füllt das Hochbeet von Anfang an mit mehr Erde und weniger Grobmaterial. Was zu Ihnen passt, besprechen wir vorher.

Gemüsegarten anlegen: Beete, Wege, Wasser

Ein Gemüsegarten braucht einen sonnigen Platz, Beete, die man von den Wegen aus erreicht, ohne die Erde zu betreten, und Wasser in der Nähe. Wir legen die Beete in einer Breite an, die man von beiden Seiten bearbeiten kann, mit festen oder gemulchten Wegen dazwischen. Ein Teil kann als Hochbeet gebaut werden, der Rest als Beet im Boden.

Nicht jedes Gemüse muss ins Hochbeet. Kartoffeln, Kürbis, Bohnen und Beerensträucher wachsen gut im normalen Beet, Salat, Kräuter und alles, was man oft erntet, gehören in Griffhöhe. Wir verbinden beides: ein, zwei Hochbeete am Weg, dahinter Beete im Boden, eine Fläche für den Kompost.

Wichtig ist der Boden. Nach dem Hausbau ist er oft verdichtet und arm. Bevor ein Gemüsebeet angelegt wird, lockern wir ihn und arbeiten Kompost ein. Wo Wurzelunkräuter wie Giersch oder Quecke im Boden sitzen, müssen sie vorher gründlich raus, sonst hat man sie im ersten Sommer zwischen den Möhren.

Für das Gießen gilt dasselbe wie überall bei uns: Regenwasser ist das bessere Gießwasser, es ist weich und kostet nichts. Eine Zisterne mit Pumpe oder wenigstens ein Regensammler am nächsten Fallrohr gehört für uns zum Gemüsegarten dazu. Das Wasser, das auf Ihr Dach fällt, im Garten „ernten“ statt im Kanal „entsorgen“: mehr dazu unter Regenwasser im Garten.

Kräutergarten und Kräuterspirale anlegen

Viele Küchenkräuter kommen aus trockenen, sonnigen Gegenden: Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano. Andere wie Schnittlauch, Petersilie oder Minze mögen es frischer und humoser. Eine Kräuterspirale bringt beide auf wenig Fläche zusammen. Sie wird aus Natursteinen als Trockenmauer gebaut und steigt spiralförmig an. Oben ist der Boden mager, mit viel Sand und Kies, und trocknet schnell ab. Nach unten wird er humoser und feuchter. Am Fuß kann eine kleine Wasserstelle liegen.

Wer weniger Platz hat, pflanzt Kräuter ins Hochbeet oder in ein schmales Beet an der Hauswand, wo die Sonne lange hinkommt. Die Steine einer Kräuterspirale oder Trockenmauer sind dabei mehr als Dekoration: Sie speichern Wärme, in ihren Fugen nisten Wildbienen und sonnen sich Eidechsen. Blühende Kräuter wie Thymian und Oregano sind im Sommer voller Insekten. Wer den Gedanken weiterführen möchte, findet Ideen auf der Seite Naturgarten und in unserer Anleitung Sandarium anlegen.

Rückenschonend und barrierearm gärtnern

Mit den Jahren wird das Bücken mühsamer. Viele Menschen geben deshalb das Gemüsebeet auf, obwohl sie gerne weitergärtnern würden. Ein Hochbeet in der richtigen Höhe ändert das. Für die Arbeit im Sitzen bauen wir niedrigere Beete mit einer breiten Mauerkrone, auf der man sitzen kann. Für Rollstuhlnutzer kommt ein unterfahrbares Tischhochbeet in Frage.

Barrierearm heißt aber auch: ebene, feste Wege ohne Stufen und Stolperkanten, breit genug für eine Schubkarre oder einen Rollator, ein Wasseranschluss in Reichweite, ein Platz für Werkzeug in der Nähe. Das planen wir mit, sonst steht das schöne Hochbeet am Ende eines Rasenstücks, das nach Regen niemand betreten mag. Wer insgesamt weniger Arbeit im Garten haben möchte, findet mehr dazu unter Pflegeleichter Garten.

So gehen wir vor

  1. Ortstermin. Wir suchen den Platz, prüfen Sonne, Boden und Wasser und klären, was Sie anbauen möchten. Der Einstieg ist die Gartenberatung vor Ort.
  2. Plan. Sie bekommen einen Vorschlag mit Lage, Maßen, Material und Wegen. Bei einem größeren Umbau ist der Gemüsegarten Teil der Gartenplanung.
  3. Bau. Unser Team bereitet den Boden vor, baut Hochbeet, Mauer oder Kräuterspirale, legt die Wege an und füllt die Beete.
  4. Bepflanzung. Auf Wunsch pflanzen wir Kräuter und Beerensträucher gleich mit, siehe Pflanzungen. Das Gemüse säen Sie selbst.

Einen Stromanschluss für eine Pumpe oder Licht am Beet legt ein Elektro-Partnerbetrieb unter unserer Bauleitung. Sie haben weiter einen Ansprechpartner.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit, ein Hochbeet bauen zu lassen?

Im Herbst. Dann fällt Strauchschnitt und Laub für die Füllung an, die Schichten können sich über den Winter setzen, und im Frühjahr wird gepflanzt. Gebaut werden kann aber das ganze Jahr, solange der Boden nicht gefroren ist.

Kann ich ein vorhandenes Beet in ein Hochbeet umbauen?

Ja. Oft ist das sogar der beste Platz, weil man weiß, dass dort die Sonne hinkommt. Wir räumen das Beet ab, setzen die Einfassung und füllen neu.

Braucht ein Hochbeet ein Fundament?

Ein Holzbeet steht auf einem verdichteten, ebenen Untergrund. Eine Trockenmauer braucht ein Fundament aus Schotter, das wir beim Bau mit herstellen.

Wenn Sie ein Hochbeet bauen lassen oder einen Gemüse- und Kräutergarten anlegen möchten, schildern Sie uns Ihr Vorhaben.

Planung in Mittelhessen

Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.