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Holzdeck, Sichtschutz und Zaun

Sichtschutz, der zum Garten passt, statt Fertigelementen aus dem Baumarkt: Holzwände, Hecken, Gabionen und Holzdecks aus heimischen Hölzern. Zäune und Tore setzen wir mit einem Partnerbetrieb.

Fast jeder Garten in einem Wohngebiet hat irgendwo eine Stelle, an der man sich beobachtet fühlt: die Terrasse, auf die der Nachbar aus dem Obergeschoss schaut, der Sitzplatz neben dem Gehweg, die Grenze zum Grundstück nebenan. Die schnelle Lösung sind Fertigelemente aus dem Baumarkt. Sie stehen nach einem Wochenende, und nach ein paar Jahren sieht der Garten aus wie ein Lagerplatz.

Wir planen Sichtschutz als Teil des Gartens: an der richtigen Stelle, in der richtigen Höhe, aus Materialien, die zum Haus passen. Oft ist das eine Kombination aus Holz, Hecke und Pflanzung. Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH), unser Team baut Holzdecks, Sichtschutzwände, Gabionen und pflanzt die Hecken. Zäune und Tore setzen wir mit einem Partnerbetrieb.

Sichtschutz im Garten: Welche Lösung passt?

Für schnellen Sichtschutz direkt am Sitzplatz eignen sich Holzwände oder Gabionen, für lange Grundstücksgrenzen Hecken, die in einigen Jahren dicht sind. Oft ist eine Kombination am besten: ein, zwei Holzelemente genau dort, wo man sitzt, und eine Hecke an der übrigen Grenze. Entscheidend ist, von wo aus man gesehen wird, nicht, wie lang die Grenze ist.
Sichtschutz im Garten: Möglichkeiten im Vergleich
LösungSofort blickdichtPlatzbedarfLebensdauerÖkologieZu beachten
Holzwand (Lärche, Douglasie)jasehr schmallang, Holz vergraut silbrigneutralstabile Pfosten, Windlast
Weidenflechtzaunjaschmaleinige Jahregutwirkt naturnah, hält nicht ewig
Gabioneja20–50 cmsehr langmit Bepflanzung gutFüllung aus regionalem Stein wählen
Formheckenach 3–4 Jahren50–80 cmJahrzehntegut1–2 Schnitte im Jahr
Wildstrauchheckenach einigen Jahren2–3 mJahrzehntesehr gutbraucht Platz
Rankgerüst mit Kletterpflanzennach 1–2 Jahrensehr schmallanggutim Winter je nach Pflanze licht

Quelle: Praxis Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute

Ein Sichtschutz muss selten über die ganze Grundstücksgrenze gehen. Wer auf der Terrasse sitzt, braucht Schutz vor den Blicken aus einer bestimmten Richtung. Zwei Meter Holzwand an der richtigen Stelle bringen oft mehr als zwanzig Meter Zaun. Welche Hecke sich eignet und wie schnell sie wächst, steht unter Bäume und Hecken pflanzen.

Holz aus Europa statt Tropenholz

Für Holzdecks, Sichtschutzwände und Einfassungen verwenden wir Hölzer aus Europa wie Lärche, Douglasie oder Robinie. Auf Tropenhölzer verzichten wir. Heimische Hölzer halten im Garten viele Jahre, wenn sie richtig verbaut werden: mit Abstand zum Boden, mit Gefälle, damit Wasser abläuft, und mit Luft darunter, damit sie trocknen können.

Holz vergraut im Freien. Nach ein, zwei Jahren bekommt es eine silbrige Oberfläche, das ist kein Schaden, sondern Schutz. Wer den Holzton erhalten möchte, muss regelmäßig ölen. Das sagen wir vorher, damit es später keine Überraschung gibt.

Holzdeck und Holzterrasse

Ein Holzdeck ist warm unter den Füßen, wird im Sommer nicht so heiß wie Stein und eignet sich gut für Stellen, an denen Pflaster schwer zu bauen ist: über einem Hang, am Teichufer, auf einer Ebene über einer Stützmauer. Es steht auf einer Unterkonstruktion mit Punktfundamenten oder Stelzlagern, der Boden darunter bleibt offen und versickerungsfähig.

Für Terrassen direkt am Haus, die viel genutzt werden, raten wir oft zu Naturstein, siehe Terrassen und Pflaster. Am Teich und am Hang ist Holz oft die bessere Wahl, siehe Gartenteich und Bachlauf und Hanggarten und Mauerbau.

Gabionen als Sichtschutz

Gabionen sind Drahtkörbe, gefüllt mit Bruchstein. Als Sichtschutz sind sie schmal, sofort blickdicht und halten praktisch ewig. Damit sie nicht wie eine Mauer aus dem Gewerbegebiet wirken, füllen wir sie mit regionalem Stein, kombinieren sie mit Holz oder lassen Kletterpflanzen daran wachsen. Gabionen bauen wir auch als Stützmauer am Hang.

Zaun und Tor

Zäune und Tore setzen wir mit einem festen Partnerbetrieb. Geplant und koordiniert wird das von uns: wo der Zaun steht, wie hoch er wird, wie er zur Hecke, zur Mauer und zum Tor passt. Sie haben weiter einen Ansprechpartner.

Genehmigung und Nachbarrecht

Ein Sichtschutz an der Grundstücksgrenze ist in Hessen in vielen Fällen ohne Baugenehmigung möglich. Wie hoch er sein darf, kann aber der Bebauungsplan oder eine Gestaltungssatzung begrenzen, und das Nachbarrecht gilt in jedem Fall. Wir klären das bei der Planung. Ein Sichtschutz, über den Sie vorher mit den Nachbarn gesprochen haben, steht ruhiger.

So gehen wir vor

  1. Ortstermin. Wir setzen uns auf Ihre Terrasse und schauen, von wo man Sie sieht. Der Einstieg ist die Gartenberatung vor Ort.
  2. Plan. Lage, Höhe, Material, Kombination aus Holz, Stein und Pflanzen.
  3. Bau. Fundamente, Holzwände, Gabionen und Pflanzung durch unser Team, Zäune durch den Partnerbetrieb.

Häufige Fragen

Wie hoch darf ein Sichtschutz sein?

Das hängt vom Bebauungsplan, von Satzungen der Gemeinde und vom Abstand zur Grenze ab. Wir prüfen das für Ihr Grundstück.

Was hält länger, Holz oder Gabione?

Eine Gabione hält praktisch unbegrenzt. Eine gut gebaute Holzwand aus Lärche oder Douglasie hält viele Jahre, die Pfosten sind dabei das Wichtigste.

Können Sie einen bestehenden Sichtschutz ergänzen?

Ja. Oft reicht es, ein, zwei Elemente zu ergänzen oder eine Hecke davor zu pflanzen, damit der Sichtschutz nicht mehr wie eine Wand wirkt.

Wenn Sie einen Sichtschutz oder ein Holzdeck bauen lassen möchten, schildern Sie uns Ihr Vorhaben.

Planung in Mittelhessen

Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.