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Terrassen, Wege und Pflaster in Marburg

Terrassen, Wege und Einfahrten aus Naturstein oder Betonstein, gerne mit offenen Fugen: Wir planen die Fläche mit dem Garten zusammen und pflastern sie selbst.

Eine Terrasse wird jeden Tag benutzt. Sie ist der Raum zwischen Haus und Garten, und sie ist meist die teuerste Fläche im Garten. Deshalb lohnt es sich, sie nicht einfach „irgendwie gepflastert“ zu bekommen, sondern mit dem Garten zusammen zu planen: Wo steht der Tisch in der Abendsonne, wo läuft das Regenwasser hin, wie kommt man trockenen Fußes zum Gemüsebeet?

Wir bauen Terrassen, Wege, Sitzplätze und Hofflächen aus Naturstein und Betonstein. Ich plane als Landschaftsarchitekt (AKH), unsere eigene Kolonne pflastert. Fläche, Mauer, Treppe und Pflanzung kommen so aus einer Hand, und niemand muss sich an der Schnittstelle zwischen zwei Firmen streiten.

Was gehört zu Pflasterarbeiten im Garten?

Pflasterarbeiten umfassen mehr als das Verlegen der Steine: Aushub, ein frostsicherer Unterbau aus Schotter, das Bettungsmaterial, Randeinfassungen, das Gefälle vom Haus weg, die Entwässerung und zum Schluss das Verfugen. Wie lange eine Fläche hält, entscheidet vor allem der Unterbau, den man später nicht mehr sieht.

Die meisten Schäden an alten Terrassen haben eine von drei Ursachen: ein zu dünner oder schlecht verdichteter Unterbau, fehlende Randeinfassungen, oder Wasser, das nicht abfließen kann und im Winter friert. Alle drei lassen sich beim Bau vermeiden, später aber nur noch durch Aufnehmen und Neuverlegen beheben.

Deshalb klären wir vor dem ersten Spatenstich: Wie ist der Boden? Wie viel Last kommt auf die Fläche, nur Gartenmöbel oder auch ein Auto? Wohin kann das Wasser? Und wie schließt die Fläche an Haus, Kellerfenster, Treppe und Beete an?

Naturstein oder Betonstein?

Beides hat seinen Platz. Naturstein altert schön, bleibt über Jahrzehnte ansehnlich und passt zu den alten Hofmauern im Marburger Land. Betonstein ist gleichmäßiger, in vielen Formaten und Farben zu haben und meist günstiger in der Anschaffung.

Beläge für Terrasse und Weg (Überblick)
BelagWirkungGeeignet fürZu beachten
Natursteinplatten, polygonal (z. B. Sandstein)natürlich, jede Fläche ein UnikatTerrassen, Sitzplätze, Wege im Naturgartenviel Handarbeit beim Zuschnitt; offene Fugen möglich
Natursteinpflaster (Granit, Basalt)rustikal, sehr haltbarWege, Einfassungen, Hofflächen, Bögenunebener als Platten; ideal mit offenen Fugen
Betonsteinpflaster und -plattengleichmäßig, große AuswahlTerrassen, Einfahrten, große Flächendichte Fugen leiten das Wasser ab; versickerungsfähige Systeme wählen
Rasenfugen, Porenpflaster, Drainsteinegrün bzw. wasserdurchlässigStellplätze, Nebenwegeweniger bequem für Möbel und Rollkoffer
Wassergebundene Decke, Kies auf Schotterweich, ländlichGartenwege, Sitzplätze unter Bäumenregelmäßige Pflege, nicht für steile Wege

Quelle: Praxis Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute

Unser Rat für die meisten Gärten: Naturstein dort, wo man sitzt und schaut, und eine einfache, wasserdurchlässige Lösung dort, wo nur gegangen oder geparkt wird. Bei Naturstein achten wir auf kurze Wege. Steine aus Ländern, in denen Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden kann, verwenden wir möglichst nicht.

Pflaster mit offenen Fugen: Regen bleibt im Garten

Bei Pflaster mit offenen Fugen werden die Fugen nicht mit Mörtel oder Kunstharz vergossen, sondern mit Splitt oder Sand gefüllt. Das Regenwasser versickert direkt in der Fläche, statt über die Rinne in den Kanal zu laufen. Die Fläche bleibt trotzdem fest und begehbar, und in den Fugen dürfen Polsterpflanzen wachsen.

Eine dicht gepflasterte Fläche verhält sich bei Starkregen wie ein Dach: Das Wasser läuft in Sekunden ab. Bei offenen Fugen bleibt ein großer Teil im Boden, kühlt im Sommer die Umgebung und steht den Pflanzen zur Verfügung. Mehr dazu, wie Pflaster, Mulde und Zisterne zusammenspielen, steht im Ratgeber Schwammgarten: Regenwasser im Garten versickern lassen.

In Marburg spart das auch Geld. Die Niederschlagswassergebühr richtet sich danach, wie dicht eine an den Kanal angeschlossene Fläche ist:

Niederschlagswassergebühr in Marburg: Faktor je Belag
BelagFaktorGebühr je 100 qm und Jahr
Pflaster mit Fugenverguss, Verbundpflaster, Asphalt1,073,00 €
Splitt- und Rasenfugenpflaster, Platten ohne Fugenverdichtung, wassergebundene Decke0,536,50 €
Porenpflaster, Drainsteine, Rasengittersteine, lockere Kies- und Splittdecken0,321,90 €
Nicht an den Kanal angeschlossen (versickert im Garten)0,00,00 €

Quelle: Abwassersatzung der Universitätsstadt Marburg, § 23, i. d. F. des III. Nachtrags vom 21.11.2024; Gebühr 0,73 € je gewichtetem qm und Jahr

Die Gebühr allein bezahlt keine neue Terrasse. Aber wer ohnehin pflastert, sollte die Fugen offen lassen, wo es geht, und das Wasser der übrigen Flächen in eine Mulde oder ein Beet leiten. Wie wir das planen, steht auf der Seite Regenwasser im Garten.

Terrasse und Weg im Gesamtbild

Eine Terrasse steht selten allein. Am Hang braucht sie eine Stützmauer oder eine Trockenmauer, an der Grenze einen Übergang zur Pflanzung, zum Garten eine Treppe. Die Einfassung entscheidet, ob die Fläche wie ein Fremdkörper wirkt oder wie ein Teil des Gartens: Ein Band aus Granit-Kleinpflaster, ein Bogen im Betonpflaster oder eine Mauerkrone aus demselben Sandstein wie die Platten verbindet Fläche und Garten.

Wer am Hang baut, plant Mauer und Terrasse am besten in einem Zug, siehe Hanggarten und Mauerbau. Für Einfahrten und Hofflächen gelten andere Lasten als für Sitzplätze; das berücksichtigen wir beim Unterbau.

So gehen wir vor

  1. Ortstermin. Wir schauen uns Fläche, Boden, Anschlüsse ans Haus und den Wasserlauf an. Der Einstieg ist die Gartenberatung vor Ort zum Festpreis, mit Mitschrift und Materialvorschlägen.
  2. Planung und Material. Größe, Belag, Gefälle, Einfassung und Entwässerung legen wir fest, bei größeren Vorhaben in einem Plan für den ganzen Garten, siehe Gartenplanung. Muster der Steine sehen Sie vorher.
  3. Bau. Aushub, Unterbau, Einfassung, Verlegen und Verfugen erledigt unsere Kolonne. Was wir nicht selbst ausführen, etwa Elektrik für Beleuchtung, übernehmen Partnerbetriebe unter unserer Bauleitung.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Terrasse pflastern zu lassen?

Das hängt vor allem vom Belag, vom Unterbau und von der Zufahrt ab: Polygonalplatten aus Naturstein sind deutlich aufwendiger zu verlegen als Betonsteinplatten, und wenn kein Bagger an die Fläche kommt, wird von Hand gearbeitet. Nach dem Ortstermin bekommen Sie ein Angebot mit Preisen je Quadratmeter für die Varianten, die zu Ihrem Garten passen.

Halten offene Fugen Unkraut fern?

Nein, aber das ist auch nicht ihr Ziel. In offenen Fugen wächst mit der Zeit etwas. Wer das nicht möchte, wählt eine Fugenfüllung aus Splitt, der schlecht durchwurzelt wird, und kehrt die Fläche regelmäßig. Wer es mag, setzt gleich Polsterstauden wie Thymian oder Sternmoos in die Fugen.

Kann ich eine alte Terrasse erneuern, ohne alles herauszureißen?

Manchmal. Wenn der Unterbau trägt und das Gefälle stimmt, lassen sich die Steine aufnehmen, reinigen und neu verlegen, oder nur der Belag wird getauscht. Ob das geht, sehen wir beim Ortstermin.

Wenn Sie eine Terrasse, einen Weg oder eine Hoffläche planen, schildern Sie uns Ihr Vorhaben.

Planung in Mittelhessen

Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.