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Garten anlegen lassen: Kosten, Posten und was den Preis treibt

Was ein neu angelegter Garten kostet, hängt weniger von den Quadratmetern ab als davon, was gebaut wird. Pflaster, Mauern und Treppen sind die teuersten Posten, Rasen, Wiese und Pflanzung die günstigsten. Dazu kommen Erdarbeiten, Entsorgung und die Zufahrt für Maschinen. Einen belastbaren Kostenrahmen gibt es erst nach einem Termin vor Ort.

„Was kostet ein Garten?“ ist die Frage, die ich am häufigsten am Telefon höre, und die ehrliche Antwort ist: Das hängt davon ab, was hineinkommt. Ein Garten mit Rasen, einer Hecke und einem Kiesweg kostet einen Bruchteil von einem gleich großen Garten mit Terrasse aus Naturstein, Stützmauer und Treppe. Die Fläche allein sagt wenig. Hier steht, aus welchen Posten sich der Preis zusammensetzt, was ihn nach oben treibt, wo Sie sinnvoll sparen können und warum die Planung am Anfang meist Geld spart. Was die Planung selbst kostet, steht im Artikel Gartenplanung: Was kostet ein Landschaftsarchitekt?.

Wie viel kostet eine professionelle Gartengestaltung?

Eine professionelle Gartengestaltung kostet so viel wie die Summe ihrer Bausteine: befestigte Flächen, Mauern und Treppen, Erdarbeiten, Pflanzung, Rasen oder Wiese, dazu Planung und Bauleitung. Die befestigten Flächen und alles, was einen Hang abfängt, machen fast immer den größten Teil aus. Pflanzen sind im Verhältnis günstig, obwohl sie den Garten am stärksten prägen.

Wer Angebote vergleicht oder im Internet nach Preisen pro Quadratmeter sucht, findet Spannen, die um ein Vielfaches auseinanderliegen. Das liegt nicht daran, dass jemand falsch rechnet, sondern daran, dass „ein Quadratmeter Garten“ alles sein kann: Rasen auf ebenem Mutterboden oder Natursteinpflaster auf neu aufgebautem Unterbau. Sinnvoll vergleichen lassen sich nur einzelne Posten.

Die Kostenposten, vom teuersten zum günstigsten

Kostenposten beim Anlegen eines Gartens
PostenWas dazugehörtWas den Preis treibt
Mauern, Treppen, HangsicherungTrockenmauer, Stützmauer, Blockstufen, GabionenHöhe, Steinart, Statik ab 1,50 m, Handarbeit
Terrasse, Wege, EinfahrtUnterbau aus Schotter, Pflaster oder Platten, RandeinfassungMaterial (Naturstein oder Beton), Fugenbild, Unterbau, Gefälle
Erdarbeiten und EntsorgungAbtrag, Boden auflockern, Gelände modellieren, Bauschutt abfahrenMenge, Zufahrt für Bagger, belasteter Boden
RegenwasserZisterne, Sickermulde, Rinnen und LeitungenGröße, Aushub, Anschluss ans Fallrohr
Holz, Sichtschutz, LichtHolzdeck, Zaun, Pergola, Leitungen für Licht und WasserMaterial, Fundamente, Elektriker
PflanzungBäume, Hecke, StaudenbeetePflanzengröße, Anzahl, Bodenverbesserung
Rasen und WiesePlanum, Ansaat oder Rollrasen, BlumenwieseFläche, Rollrasen statt Ansaat
Planung und BauleitungBeratung, Entwurf, Ausführungsplanung, BauantragUmfang des Projekts

Quelle: Gartenarchitektur & Landschaftsbau Jens Maute, Stand 2026

Ein Garten, der vor allem aus Rasen, Wiese und Pflanzung besteht, ist deshalb pro Quadratmeter günstig. Ein Garten mit großer Terrasse, Mauern und Treppen am Hang ist pro Quadratmeter um ein Vielfaches teurer, auch wenn er kleiner ist.

Was macht einen Garten teuer?

Fünf Dinge treiben den Preis stärker als alles andere:

  1. Der Hang. Jeder Höhenunterschied, der abgefangen werden muss, kostet Mauer, Treppe und Erdbewegung. Ein ebener Garten ist immer günstiger. Mehr dazu im Artikel Hanggarten anlegen: Kosten und Varianten.
  2. Die Zufahrt. Kommt ein Minibagger in den Garten, ist der Aushub in einem Tag erledigt. Muss alles durch das Haus oder über eine schmale Treppe getragen werden, dauert er eine Woche.
  3. Der Boden nach dem Hausbau. In Neubaugebieten liegen oft Bauschutt, verdichteter Unterboden und zu wenig Mutterboden. Abfahren, auflockern und neuen Oberboden einbauen gehört dann zu den größten Posten, und man sieht ihn hinterher nicht.
  4. Das Material. Naturstein ist teurer als Betonstein, Handarbeit teurer als Maschinenarbeit. Eine Trockenmauer aus Sandstein aus der Region kostet mehr als L-Steine, hält aber Generationen.
  5. Die Reihenfolge. Wer erst Terrasse, dann Zisterne und danach die Leitungen für Licht baut, gräbt den Garten dreimal auf. Wer vorher plant, gräbt einmal.

Was kostet ein Garten mit 100, 200 oder 600 m²?

Mit der Größe wächst vor allem der Anteil an Rasen, Wiese und Pflanzung, also der günstigen Posten. Teure Posten wie Terrasse, Hauszugang und Einfahrt braucht ein kleiner Garten genauso wie ein großer. Deshalb ist ein kleiner Garten pro Quadratmeter meist teurer als ein großer.
  • Um 100 m², etwa ein Reihenhausgarten. Terrasse, ein Weg, eine Hecke als Sichtschutz, ein Beet, vielleicht ein kleiner Baum. Die Terrasse nimmt einen großen Teil der Fläche und damit des Budgets ein. Jeder Quadratmeter wird genutzt, deshalb lohnt sich hier eine genaue Planung besonders.
  • Um 200 m², ein typischer Garten am Einfamilienhaus. Terrasse und Wege, dazu Rasen oder Wiese, Hecke, Staudenbeete, ein Hausbaum und oft eine Zisterne. Hier lässt sich der Garten gut in Bauabschnitte teilen.
  • Um 600 m² und mehr. Der Anteil an Wiese, Gehölzen und Naturgarten steigt, und damit sinkt der Preis pro Quadratmeter. Dafür kommen oft Hang, Mauern und Regenwasser hinzu. Große Flächen werden günstiger, wenn sie nicht überall gleich intensiv gestaltet werden, etwa mit einer Blumenwiese statt Rasen.

Wo man sparen kann, und wo nicht

Sparen lässt sich gut an Dingen, die sich später nachrüsten lassen: eine kleinere Pflanzengröße statt großer Solitärgehölze, Ansaat statt Rollrasen, eine Blumenwiese, die nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht wird, ein Beet, das erst im zweiten Jahr angelegt wird. Auch Eigenleistung ist bei Pflanzung und Rasen möglich.

Nicht sparen sollten Sie am Unterbau. Ein Pflaster ohne ausreichend tiefen, verdichteten Schotter sackt nach ein paar Wintern ab. Eine Mauer ohne Drainage drückt der Hang nach vorn. Was im Boden verschwindet, lässt sich später nur mit großem Aufwand korrigieren.

Ein Garten muss nicht in einem Jahr fertig werden. Wir teilen größere Projekte in Bauabschnitte: zuerst alles, was Bagger braucht und im Boden liegt (Erdarbeiten, Zisterne, Leitungen, Unterbau), danach Terrasse und Wege, zuletzt Pflanzung und Rasen. So verteilen sich die Kosten über zwei oder drei Jahre, ohne dass später etwas wieder aufgerissen werden muss.

Lohnt sich die Planung vorher?

Bei einem Garten mit Rasen, Hecke und einem Beet reicht oft ein Beratungsgespräch vor Ort. Sobald Hang, Mauer, Regenwasser oder ein Bauantrag dazukommen, spart eine Planung mehr, als sie kostet: Mengen, Höhen und Gefälle stehen fest, bevor der Bagger kommt, und die Angebote lassen sich vergleichen. Wie die Planung bei uns in Stufen aufgebaut ist und was jede Stufe enthält, steht unter Gartenplanung. Wer zuerst eine Einschätzung braucht, fängt mit der Gartenberatung an.

Häufige Fragen

Wie viel Geld sollte man für einen Garten einplanen?

Rechnen Sie vom Garten aus, nicht vom Haus: Welche befestigten Flächen brauchen Sie wirklich, gibt es einen Hang, und was soll im ersten Jahr fertig sein? Planen Sie außerdem einen Puffer für Unvorhergesehenes im Boden ein, gerade nach einem Hausbau.

Wie kann ich einen alten Garten neu gestalten?

Zuerst entscheiden, was bleibt: alte Bäume, eine gute Hecke, eine Mauer, die noch steht. Was erhalten wird, spart Geld und braucht Jahrzehnte, bis es nachgewachsen wäre. Dann wird der Garten in Abschnitten umgebaut. Wie das bei uns abläuft, steht unter Garten neu anlegen in Marburg.

Kann man eine Gartenanlage von der Steuer absetzen?

Teilweise. Für Handwerkerleistungen im bestehenden Haushalt erlaubt § 35a EStG eine Steuerermäßigung von 20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 € im Jahr. Material zählt nicht, und die Rechnung muss überwiesen werden. Wird der Garten im Zuge eines Neubaus erstmals angelegt, bevor Sie eingezogen sind, gilt das in der Regel nicht. Fragen Sie im Zweifel Ihren Steuerberater.

Was kostet es, einen Gärtner zu beauftragen?

Für Pflege und kleinere Arbeiten wird meist nach Stunden abgerechnet, für das Anlegen eines Gartens nach Aufmaß und Leistungsverzeichnis. Ein Festpreis für den ganzen Garten ist erst möglich, wenn feststeht, was gebaut wird.

Sie planen einen neuen Garten oder wollen Ihren alten umbauen und möchten wissen, womit Sie rechnen müssen? Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Nach einem Termin vor Ort bekommen Sie einen Kostenrahmen mit Prioritäten und Bauabschnitten.

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Planung in Mittelhessen

Was ein Garten kostet, entscheidet sich am Plan, nicht an der Fläche. Jens Maute plant Ihren Garten als Landschaftsarchitekt und baut ihn mit dem eigenen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb, in Marburg und im Umkreis von rund 50 km. Den Anfang macht ein Gespräch.

Das Buch zum Thema

„Wasser im Garten clever managen“ (Franckh-Kosmos), Deutscher Gartenbuchpreis 2026, 1. Platz in der Kategorie Bester Ratgeber.
Buchcover „Wasser im Garten clever managen“