Regenwasserbewirtschaftung: Wasser im Garten

Wie sich in den beiden letzten Jahren gezeigt hat, ist wohl auch in Zukunft mit langen, trockenen Sommern zu rechnen.
Der Umgang mit dem Element Wasser wird in Zukunft von enormer Bedeutung sein.

Getreu dem Sprichwort „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ ist eine Regenwasserrückhaltung absolut elementar.
Daher ist es sinnvoll, das auf den Dachflächen anfallende Regenwasser zu speichern.

In die Zisterne wird Regenwasser vom Garagendacht eingeleitet und dort gespeichert.

Zisternen – Ihre vorteile

Die Speicherung des Regenwassers erfolgt in sogenannten Zisternen.
Sicher, eine Regentonne ist schneller aufgestellt und leicht zu bedienen, hat aber leider ein sehr geringes Volumen.
Außerdem würde das gesammelte Wasser, welches oberirdisch Wärme und UV-Strahlung ausgesetzt ist, schneller brackig werden und Keime könnten sich ungehindert ausbreiten. Zisternen können im Garten versenkt werden, man sieht sie nicht, sie stören nicht und nehmen keinen Platz weg.

Vorteile

Dadurch entstehen viele Vorteile:

Für Trockenperioden haben wir viel Wasser zum Wässern der Pflanzen. Regenwasser ist für Pflanzen verträglicher als Leitungswasser.

Wir können der Absenkung des Grundwasserspiegels entgegenwirken.

Die Verdunstungskälte kühlt das städtische Klima ab.

Für die öffentliche Hand reduzieren sich die Kosten für den Kanalbau und beim Bau von Regenrückhaltebecken.

Da bei Starkregenereignissen und bei langanhaltenden Regenfällen nicht das gesamte Wasser sofort in den Kanal gelangt, schaffen wir somit eine Hochwasservorsorge.

Beetfläche, unter der sich ein Zisterne befindet.

Regenwassertank für die Speicherung des Niederschlagswassers befindet sich unter dem Beet.

Auch die Zisternen, die bereits öfter mal eingebaut werden, sind unserer Meinung nach viel zu gering dimensioniert (in neu errichteten Einfamilienhäusern werden heute im günstigen Fall Zisternen mit einer Größe von ca. 7 cbm verbaut).
Die Dimensionierung der Zisternengröße hängt natürlich immer von den konkreten Bedingungen ab und sollte auch immer mit dem zuständigen Bauamt abgestimmt werden.

Das folgende Rechenbeispiel soll aber aufzeigen, was es hier potentiell zu „ernten“ gäbe.

Bei einer Dachfläche von 100 qm und einem jährlichen Niederschlag von 600mm ergibt sich ein Wert von 60 cbm (0,60 cbm x 100 qm = 60 cbm).